7 Kilo Paprika und 500 Milliliter Sonnenmilch: 4. VfR-Intersport-Fußballcamp zu Ende

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56 Kinder, 8 Betreuer und viele Sponsoren und Helfer (Bild: Maike Lex)
56 Kinder, 8 Betreuer und viele Sponsoren und Helfer (Bild: Maike Lex)

Eine Woche lang trainierten 56 Kinder im Alter von sechs bis 14 Jahren „wie die Profis“ auf dem Meerholzer Sportgelände. Und auch wenn die Anstrengung am Freitagnachmittag Kindern wie Betreuern ins Gesicht geschrieben stand und in den müden Knochen steckte: Am Ende waren alle hochzufrieden mit dem Verlauf des 4. VfR-Intersport Feriencamps, das viel zu schnell vorüber ging. Organisatorin Maike Lex, die seit Jahresbeginn die Durchführung dieses Camps geplant hatte, zog ebenfalls ein zufriedenes Fazit: „Alle hatten Spaß, keiner wurde verletzt, es gab keinen Sonnenstich, keinen Wespenstich und wiederkommen wollen alle gerne wieder.“

Los ging es am Montag bei strahlendem Sonnenschein und besten äußeren Temperaturen. Jeden Tag durchliefen die 56 Kinder und Jugendliche, die in vier Altersklassen unterteilt

Technik und Koordination: Eine der Übungsstationen beim Camp (Foto: Maike Lex)
Technik und Koordination: Eine der Übungsstationen beim Camp (Foto: Maike Lex)

waren, vier Stationen: Spielformen, Koordination und Technik, Torschusstraining sowie Tipps und Tricks. Für jeden Tag hatten Jugendleiterin Maike Lex und VfR-Vorstandsmitglied Horst Uffelmann acht Trainer und Betreuer aus den eigenen Reihen organisiert, die vom Aufwärmen um 10 Uhr bis zum Auslaufen um 16 Uhr die Kinder in Siebener-Gruppen betreuten.

Vorbesprechung beim Frühstück (Foto: K. Brune)
Vorbesprechung beim Frühstück (Foto: K. Brune)

Dazu trafen sich die Trainer und Betreuer schon um 08:30 Uhr zur ersten Vorbesprechung, um bei einem gemeinsamen Frühstück das Tageprogramm zu besprechen und die Trainingsschwerpunkte festzulegen. Schwerpunkt in diesem Jahr war das Thema „Gezieltes Zuspiel und Torschuss mit der Innenseite“, aber auch sonst wurden den Kindern „Tipps und Tricks“ für alle Situationen auf dem Fußballplatz zur Verfügung gestellt. Das sportliche Konzept für das Fußballcamp, das der VfR 09 Meerholz komplett in Eigenregie erstellte und durchführte, stammte auch in diesem Jahr von Vorstandsmitglied Horst Uffelmann.

Doch nicht nur auf dem Platz waren fleißige VfR-Hände (und vor allem Füße) gefragt. Auch in der Küche sorgte ein Team um die nimmermüde Tanja Michel dafür, dass den Kindern die Apfelschorle nicht ausging und es in den zahlreichen kleineren Pausen zwischen

Schuss mit der Innenseite: Der Schwerpunkt des Camps (Foto: K. Brune)
Schuss mit der Innenseite: Der Schwerpunkt des Camps (Foto: K. Brune)

den Trainingseinheiten immer ausreichend Obst und Gemüse zu knabbern gab. Die Bilanz der VfR-Mütter: Es wurden an den fünf Tagen insgesamt 640 Liter Wasser und 144 Liter Apfelsaft ausgegeben, zudem wurden 9 Kilo Bananen, 5 Kilo Trauben, 5 Kilo Äpfel, 5 Kilo Nektarinen, 5 Kilo Möhren, 7 Kilo Paprika, 19 Salatgurken und 30 Kilogramm Wassermelone aufgeschnibbelt und an die Kinder und Jugendlichen ausgegeben.

Zudem gab es zur Mittagszeit jeweils eine kindgerechte und gesunde Hauptmahlzeit sowie am Nachmittag Kuchen und immer wieder mal Eiscreme. Möglich wurde das alles, weil der VfR sich auf viele gute Sponsoren verlassen konnte. Von Jürgen Lauber über Iris und Jürgen Hänsel bis hin zu Susanne und Gian-Pietro Kaufmann sowie Arturio Czarnecka hatte  die Meerholzer Geschäftswelt wieder einmal ihre Bereitschaft gezeigt, die Jugendarbeit des VfR 09 Meerholz zu unterstützen. Zudem kam eine wertvolle Unterstützung von Fraport, der Kreissparkasse und von Main-Kinzig-Gas, während Herbert Böhmer und Roland Lacher die Jugendarbeit des VfR ebenfalls tatkräftig unterstützten. Einer der Höhepunkte aus Sicht der Fußball-Kids war die Eislieferung, die Ortsvorsteher Herbert Böhmer für den Dienstag organisiert hatte.

Torwart-Schulung, hier mit Nico Müller (Bild: Maike Lex)
Torwart-Schulung, hier mit Nico Müller (Bild: Maike Lex)

Einen speziellen Schwerpunkt legten die VfR-Trainer auch auf die Ausbildung des Torhüter-Nachwuchs: Mit Nico Müller und Alexander Eichenauer waren zwei aktuelle VfR-Goalkeeper mitten im Geschehen dabei und hatten auch alle Hände voll zu tun: Beim aktuellen Fußball-Nachwuchs genießt Manuel Neuer einen vergleichsweise hohen Idol-Wert, und einige der Kids wollten weniger Tips für den erfolgreichen Torschuss, sondern vielmehr Tricks für das richtige Torwart-Spiel lernen.

Das Wetter meinte es dabei gut mit den VfR-Fußballkids. An vier der fünf Tage herrschte strahlender Sonnenschein, nur am Donnerstag mussten bei Schnürregen die Vormittags-Einheiten der beiden jüngeren Gruppen in die Halle verlegt werden. Ansonsten aber herrschten sommerliche Temperaturen, so dass die VfR-Verantwortlichen streng darauf achteten, dass die Trink- und Obstpausen immer gut eingehalten wurden. An einigen Tagen wurde auch der Rasensprenger auf der Heinz-Jakob-Sportanlage zur Regen- und Duschmaschine umfunktioniert — auch daran hatten alle Kids ihren Spaß. Gegen die

Wenn der Rasensprenger zur Dusche wird (Bild: Maike Lex)
Wenn der Rasensprenger zur Dusche wird (Bild: Maike Lex)

Sonneneinstrahlung hatte Organisatorin Maike Lex zudem zwei Waffen im Einsatz: „Wir hatten für alle Kinder Schirmkappen in den VfR-Farben besorgt, und an den fünf Tagen wurden insgesamt 500 Milliliter Sonnenmilch an die Kinder und ihre Betreuer verteilt.“ Ein Einsatz, der sich lohnte: „Es gab kaum Probleme mit Sonnenbrand und keinen einzigen Fall von Sonnenstich oder Hitzeproblemen.“

Der Schlusstag bot für Kinder und Eltern eine besondere Attraktion. Am Vormittag wurde zunächst in zwei Altersklassen jeweils eine Mini-Fußball-Europameisterschaft ausgetragen. Dazu wurden die Fußball-Camper in acht Mannschaften eingeteilt, die jeweils über Halbfinale und Endspiele die Plätze eins bis vier ausspielten. Aber auch an die besondere Atmosphäre wurde gedacht: Die Kinder liefen zunächst mit den Flaggen aller teilnehmenden Nationen ein, vor jedem Spiel wurden zudem die Nationalhymnen der beteiligten Mannschaften angespielt. Zusammen mit den Stadiondurchsagen zum Spiel sorgten diese Rahmenbedingungen für eine „Gänsehaut“-Feeling bei den Fußball-Kids.

Die Fußball-Mini-EM sorgte für viel Spaß (Foto: K. Brune)
Die Fußball-Mini-EM sorgte für viel Spaß (Foto: K. Brune)
Fußballcamp 11
Italien wurde bei den jüngeren Jahrgängen Europameister (Bild: K. Brune)

Bei den jüngeren Jahrgängen gab es zwei spannende Halbfinalbegegnungen, die zum Teil erst im Acht-Meter-Schießen entschieden wurden. Am Ende qualifizierten sich Italien und Portugal für das Finale, das bis wenige Sekunden vor Schluss 1:1 stand. Doch als sich alle beteiligten schon auf die Verlängerung einstellten, gelang Italien doch noch der entscheidende 2:1-Siegtreffer: Die Azzuri konnten am Ende den Pokal des Europameisters in die Höhe stemmen.

Albanien gegen Deutschland hieß eine der Vorrunden-Partien (Bild: K. Brune)
Albanien gegen Deutschland hieß eine der Vorrunden-Partien (Bild: K. Brune)

Bei den älteren Jahrgängen erwiesen sich Albanien und das Überraschungsteam aus Wales als die stärksten Mannschaften und zogen jeweils verdient mit Siegen ins Finale ein. Die deutsche Mannschaft hatte etwas Pech und scheiterte am Ende im Spiel um Platz drei erst im Acht-Meter-Schießen an Spanien. Und auch das Endspiel war hart umkämpft und bot teilweise sehr guten Kombinations-Fußball. Am Ende hatte Albanien knapp die Nase vorne und besiegte Wales mit 2:1 Toren. Der albanische Adler durfte daher am Ende den Siegerpokal in die Höhe stemmen.

Doch gewonnen hatten an diesem Tag alle Kinder. Jeder Teilnehmer bekam eine Preis und war Teil einer spannenden

Albanien hieß der Sieger bei den älteren Jahrgängen (Bild: K.Brune)
Albanien hieß der Sieger bei den älteren Jahrgängen (Bild: K.Brune)

Fußball-Europameisterschaft. Und am Ende freute sich daher wohl jeder über die Teilnahme an der Europameisterschaft. Doch damit war das Jugendcamp noch nicht beendet: Am Freitagnachmittag konnten alle Kinder und auch ihre Eltern oder Geschwister wahlweise das DFB-Schnupperabzeichen oder das DFB-Fußballabzeichen ablegen.

Für das Schnupperabzeichen mussten drei Stationen absolviert werden, beim Fußballabzeichen gab noch eine Station mehr und insgesamt auch schwierigere Rahmenbedingungen. Doch wer sich beim „Kurzpass-Ass“, als „Elfmeter-König“ oder beim Hindernis-Parcours gut geschlagen hatte, bekam am Ende eines der beiden Abzeichen, die es je nach Punktzahl in Bronze, Silber oder Gold gab. Den krönenden Abschluss bildete dann eine gut bestückte Tombola, bei der jeder Teilnehmer des Fußball-Camps einen Gewinn zugelost bekam. Am Ende gab es also nur Gewinner beim 4. VfR-Intersport-Fußballcamp. Wiederholung im nächsten Jahr nicht ausgeschlossen. „Schau’n mer mal“, sagte Maike Lex am Ende.

56 Kinder, 8 Betreuer und viele Sponsoren und Helfer (Bild: Maike Lex)
56 Kinder, 8 Betreuer und viele Sponsoren und Helfer (Bild: Maike Lex)

 

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