Bye-bye, Katsche

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Als er im Juli 2005 aus Gelnhausen zum VfR 09 Meerholz kam, wollte er einfach nur mit seinem Bruder „Hotte“ zusammenspielen. Daraus sind 13 aktive Jahre geworden – und wohl auch ein bisschen mehr, denn Matthias „Katsche“ Horstkamp hält dem Verein auch aus 465 Kilometern Entfernung noch die Treue.

An diesem Wochenende geben sich Katsche und seine Elisabeth in Hamburg das Ja-Wort. Berufsbedingt hat es die Horstkamps an die Elbe verschlagen. Doch vorher sagten beide noch in Meerholz „Good-bye“ – natürlich im Sportlerheim des VfR 09, und natürlich mit jeder Menge Gäste aus der langen Zeit von Katsche bei den Grün-Weißen.

Viele Spieler waren zur Verabschiedung von „Katsche“ gekommen (Bild: G. Brune)

Als er nach Meerholz kam, hieß der Trainer Harald Born und das Ziel war, „oben mitzuspielen“ in der Kreisoberliga, die damals noch Bezirksliga hieß. In seiner ersten Saison trug Katsche in 23 Spielen das Trikot des VfR und erzielte dabei vier Tore. „Eckball Hotte, Kopfball Katsche – Tor für den VfR“, hieß das damals meist. Am Ende der Spielzeit scheiterten die Grün-Weißen in der Relegation an Kewa Wachenbuchen.

Matthias Katsche Horstkamp – immer mit vollem Einsatz für den VfR. (Bild: G. Brune)

Der Aufstieg sollte im Jahr danach glücken. Mit 22 Spielen und fünf Treffern trug Katsche erneut seinen Beitrag bei, ebenso wie in den beiden Spielzeiten in der heutigen Gruppenliga (zusammen 45 Spiele mit elf Treffern). Katsche war dabei, als Uwe Müller Trainer wurde und den Verein fünf Jahre lang führte, und von Siegfahrt über Strutt bis Klaus Dörner hat er alle weiteren Trainer (üb)erlebt.

Auf stolze 227 Einsätze kommt er insgesamt (plus 15 Spiele in der Zweiten), 34 Mal netzte er für die Erste ein. Zur ganzen Wahrheit gehört dabei, dass es wohl noch viel mehr Spiele geworden wären, wenn Katsche nicht zwischendurch mit langwierigen Verletzungen zu kämpfen gehabt hätte. Daher stehen in den Spielzeiten 2013/2014 und 2014/2015 insgesamt nur zwei (!!) Einsätze zu Buche.

Schon bei seinem ersten Einsatz wurde zudem klar, dass der VfR mit Matthias Horstkamp einen Anführer hinzubekommen hatte. Einen Leader, der auf und abseits des Platzes klar Stellung bezieht. Das drückt sich dann auch in insgesamt 55 gelben und sechs gelb-roten Karten (davon vier in den beiden Gruppenliga-Spielzeiten) aus, denn Katsche scheute keinen Einsatz, um seinem VfR zum Erfolg zu verhelfen.

Matthias Horstkamp, Alex Eichenauer, David Sattler – Der Spielausschuss des VfR (Bild: K.Brune)

2015, zum Ende seiner aktiven Laufbahn hin, übernahm er auch im erweiterten Vorstand Verantwortung. Vier Jahre lang bildete er zusammen mit David Sattler und Alexander Eichenauer die Sportliche Leitung des VfR. Zuletzt wurde das von Hamburg aus aufgrund der großen räumlichen Entfernung immer schwieriger, weshalb er im März 2019 die Konsequenzen zog und sich nicht mehr zur Wiederwahl stellte.

Aber so ganz geht er hoffentlich nie. Ein Platz in der Kabine, im Heinrich-Kreutzer-Vereinsheim oder an der Seitenlinie der Heinz-Jakob-Sportanlage ist für ihn jedenfalls immer frei. Für Elisabeth natürlich auch. Bye-bye, Katsche. Und bis bald!

Dietmar Appl (rechts) und Klaus Brune (links) verabschiedeten Matthias Horstkamp, der mit seiner Elisabeth nach Hamburg gezogen ist (Bild: K. Brune)

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