Klaus Dörner kann hier nie wieder weg

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Verhaftet. Der VfR 09 Meerholz hat Klaus Dörner zwar als Trainer verabschiedet, ihn zugleich aber wegen seiner Verdienste um den Verein zum „Vereinsmitglied auf Lebenszeit“ ernannt. Beitragsfrei, natürlich. Die Grün-Weißen wollen sich einfach den Menschen und Fußballer Klaus Dörner erhalten.

Zwei Mal als Feuerwehrmann und danach zwei volle Spielzeiten als Cheftrainer an der Seitenlinie des VfR: Klaus Dörner hat spannende Zeiten bei den Grün-Weißen hinter sich. Und am Ende auch erfolgreiche Zeiten, denn in zwei schwierigen Relegationsjahren wurde der Klassenerhalt „auf den letzten Drücker“ gesichert, und in seinen beiden kompletten Spielzeiten gelang am Ende auch jeweils der Klassenerhalt.

Aber der Reihe nach: Am 15.3.2016 übernahm Klaus Dörner die Mannschaft zum ersten Mal. Der VfR lag ziemlich abgeschlagen auf einem Abstiegsplatz, und auch die ersten Spiele unter „Klausi“ gingen verloren. Doch aus den letzten neun Partien der Saison holte Dörner 20 Punkte, was am Ende den Relegationsplatz bedeutete.

In der Relegation ging es dann auch hauchdünn zu, wobei Klaus Dörner als Keeper selbst noch mithalf, „die Kohlen aus dem Wirtheimer Feuer“ zu holen. 1:0 siegten die Grün-Weißen im Hinspiel auf der Heinz-Jakob-Sportanlage; das 1:1 im Rückspiel in Wirtheim reichte dann für den Klassenerhalt.

Eine Spielzeit später war Klaus Dörner erneut als Retter in höchster Not gefragt. Am 24.5.2017 übernahm er das Team am letzten Spieltag. Da setzte es zwar eine 1:3-Niederlage, die den VfR auf den Relegationsplatz rutschen ließ. Aber auch im zweiten Klingenkreuzen mit dem TSV Wirtheim blieben die Grün-Weißen der glückliche Sieger. Einem 3:1-Auswärtssieg folgte eine 0:1-Heimniederlage, was in der Addition den 3:2-Gesamtsieg bedeutete.

Danach gelang es dem Vorstand und Spielausschuss des VfR endlich, Dörner als Cheftrainer für zwei ganze Spielzeiten zu gewinnen. In beiden Saisons machten es die Grün-Weißen spannend, schafften jeweils aber im Schlussspurt den direkten Klassenerhalt. In der Saison 2017/2018 reichten 34 Punkte aus 30 Spielen am Ende für Platz 11; und in der abgelaufenen Spielzeit 2018/2019 waren es sogar 43 Punkte aus 34 Spielen, die am Ende Rang 12 bedeuteten.

Der VfR sei für ihn immer „eine Herzensangelegenheit“ gewesen, sagte Klaus Dörner. Jetzt hat der VfR auch Klaus Dörner zu einer Herzensangelegenheit gemacht: Mit der beitragsfreien Mitgliedschaft auf Lebenszeit ist nur eine Bedingung verknüpft. Sein Spielerpass muss in Meerholz bleiben. „Das ist kein Problem, ich habe schon vor der Mannschaft gesagt, dass ich immer gerne beim VfR aushelfe, wenn ich gebraucht werde“, so Dörner lachend.

Klaus Dörner (recht) bei seiner Verabschiedung durch VfR-Präsident Klaus Brune (Bild: D. Sattler)

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