Tage der Extreme erlebte die SoMa des VfR 09 Meerholz. Die Alten Herren der Grün-Weißen schieden bereits in der ersten Runde des Ü35-Krombacher-Hessenpokals gegen die Old Boys Gründau aus. Nur zwei Tage später folgte allerdings das ersehnte Erfolgserlebnis: Beim Kleinfeldturnier des TSV Wirtheim holte die Truppe verdienterweise den Turniersieg.
Der Reihe nach: Im Pokalspiel gelang ein Start nach Maß. Nach wenigen Minuten chippte Marian Lex den Ball hinter die Abwehrkette in den Lauf von Yan Temminghoff. Der blieb cool und erzielte aus spitzem Winkel die 1:0-Führung für den VfR. Kurz danach wurde Oliver Ringwald beim Torschuss elfmeterreif attackiert und verzog so knapp – der Pfiff des Unparteiischen blieb allerdings aus. Danach setzte sich die Auswahl aus Gründau, die mit einigen Akteuren gespickt waren, die noch regelmäßig in der regulären Punktrunde spielen, gegen die tapfer dagegenhaltenden Meerholzer durch. Bis zur Pause hatten Sie ein 1:3-Führung herausgeschossen, am Ende hieß es gar 1:7. Aus der Traum für den VfR – wieder in der ersten Pokalrunde.
Dagegen lief es deutlich besser und endlich auch einmal erfolgreich für die Grün-Weißen beim Kleinfeldturnier des TSV Wirtheim nur zwei Tage später. Entscheidender Faktor war hier sicherlich, dass Andreas Hensel, der eigentlich als Feldspieler vorgesehen war, sich als Torwart zur Verfügung stellte, als kurzfristig jemand einspringen musste. Gleich im ersten Turnierspiel gegen SV Hochbieber aus der Rhön bot er sein ganzes Können auf und hielt den Kasten sauber. Allerdings hatten die Stürmer des VfR noch Ladehemmung, so dass das Spiel 0:0 endete. Im zweiten Spiel klappte es dann – hinten stand die Null, vorne traf Marian Lex erst per Strafstoß und später aus dem Spiel heraus zum 2:0-Endstand. Im Spiel gegen Bad Orb ging es dann um den Gruppensieg, den nach einem 1:1 (VfR-Torschütze: Oliver Ringwald) die Orber erlangten.
Die Meerholzer als Gruppenzweiter standen somit im Halbfinale gegen die Mannschaft aus Mittelbuchen, in dessen Team der 81-jährige (!) Helmut Fischer auflief. In einer hitzigen Partie ging der Gegner früh durch einen umstrittenen Strafstoß in Führung. Erst kurz vor Schluss gelang Florian Bräuer der umjubelte Ausgleich, als er einen Freistoß direkt in den Winkel setzen konnte. Es kam zum Elfmeterschießen – und hier schlug dann wieder die Stunde von Keeper Andi Hensel. Drei Schützen pro Team waren ausgemacht – die Meerholzer Olli Ringwald und Sascha Huck verwandelten die ersten beiden für die Grün-Weißen souverän. Zwei Spieler aus Mittelbuchen fanden dagegen ihren Meister im Meerholzer Goalkeeper, der beide halten konnte. Somit war der Finaleinzug perfekt!
Im Finale ging es dann erneut gegen Bad Orb. Die Begegnung war lange ausgeglichen, bevor dann doch das entscheidende Tor für die Meerholzer fiel: Lirim „Lippo“ Ziberi spielte den Ball hoch nach vorne. Sturmpartner Marian Lex legt ihm die Kugel per Kopf mustergültig in den Lauf. Lippo zog in seiner unnachahmlichen Art Richtung Tor und wuchtete den Ball zum entscheidenden 1:0 in die Maschen. Die restlichen Minuten ließen die Grün-Weißen nichts mehr anbrennen. Und dann war nur noch Jubel – endlich hatte die VfR-Soma einen verdienten Sieg eingefahren. Diesen Erfolg feierte das Team und Trainer Marco Jakob (er konnte verletzungsbedingt nicht aktiv mitwirken) anschließend noch ausgiebig im Festzelt der Wirtheimer Kerb direkt neben dem Fußballplatz.

Das Erfolgsteam des VfR bei diesem Turnier:
Hinten v.l.: Oliver Ringwald, Erik Svensson, Florian Bräuer, Daniel Grohs, Andreas Hensel.
Vorne v.l.: Sascha Huck, Marian Lex, Lirim Ziberi, Marco Ternullo.

Nach dem Triumph im Finale: Das fast komplette Team samt Coach Marco Jakob präsentiert stolz den Siegerpokal.

Andreas Hensel, bester Spieler in Reihen des VfR an diesem Tag, nimmt den stattlichen Siegerpokal entgegen.



