Mission erfüllt: Auch die Erste siegt im Derby

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Der VfR 09 Meerholz hat eine erfolgreiche Derbywoche hinter sich. Einen Tag nach dem 2:0 der Zweiten siegte auch die Erste Mannschaft beim Derby gegen den FSV Hailer. Am Ende hiess es hochverdient 3:1 (Halbzeit 2:1) für die Mannen von Trainer Uwe Müller. Vor 120 Zuschauern schossen Geiger, Rehahn und Carrozza die Meerholzer Treffer.

IMG_0778_2Der VfR ging mit Personalsorgen, aber entschlossen in die Partie. Trainer Uwe Müller (im linken Bild rechts zu sehen) hatte zusammen mit dem sportlichen Leiter Horst Uffelmann einen Schlachtplan für die Partie ausgegeben: Früh stören und aggressiv das Spiel an sich ziehen. Die erste Hälfte gehörte dann auch ganz dem VfR, der von Kapitän Kai Lotz in die Partie geführt wurde (Bild rechts, daneben Schiedsrichter Vincent Schandry, Hailers Kapitän Kevin Berger und der Ex-Meerholzer Torhüter der Gäste, Rolf Nickl). In der 1. Minute gab Hailer in Person von Andreev zwar einen Schreckschuss ab, der knapp neben das Meerholzer Tor ging. Danach spielteIMG_0780_2 aber nur noch der VfR und erarbeitete sich Chancen nahezu im Minutentakt.

Carrozza in der 13. Minute, Lotz in de 22. Minute nach Flanke von Beganovic — der VfR war dem ersten Treffer nahe, doch jedes Mal bekam ein Hailerer Abwehrspieler noch einen Fuß dazwischen. Und wenn die Hailerer Abwehr geschlagen war, gab es ja noch Rolf Nickl zwischen den Pfosten, der in der 28. Minute einen Lotz-Kopfball gerade noch zur Ecke klärte.

Die anschließende Ecke brachte dann die überfällige Meerholzer Führung. Carrozza flankt auf den kurzen Pfosten, Sören Geiger löst sich und sein Kopfball vom kurzen 5er geht unhaltbar für Nickl  ins Hailerer Tor. Es war eine gute Partie des Rotschopfes im Dress des VfR, denn Sören Geiger war zusammen mit dem dynamischen Kevin Rehahn an nahezu jeder guten Aktion der Meerholzer in der ersten Halbzeit beteiligt. Kein Wunder, dass das zweite Tor auf die Kappe des „Trainersohns“ Kevin Rehahn ging:

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Ständiger Unruheherd in Hailers Abwehr: Sören Geiger

Denn nur gut fünf Minuten nach der Führung fiel sogar das 2:0: Kevin Rehahn geht mit der ihm eigenen Dynamik zentral auf den Hailerer 16er zu, sein harter Schuss aus 18 Metern wird von einem Hailerer Abwehrspieler unglücklich abgefälscht, so dass Nickl auf dem Weg in die falsche Ecke ist. Glücklich in der Entwicklung für den VfR, aber eine hochverdiente 2:0-Führung.

In der 38. Minute dann aber ein Lebenszeichen der Gäste.  Christoph Schneider wird auf Rechtsaußen steil geschickt, Kristof Reiländer ist ein einziges Mal nicht schnell genug und seine Grätsche trifft nur den Fuß des Hailerer Angreifers – Schiedsrichter Vincent Schandry zeigt sofort auf den Punkt. Kevin Berger verlädt Eichenauer und verwandelt sicher links unten – nur noch 2:1.

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Mit dynamischem Antrieb der Motor des VfR-Mittelfeldes: Kevin Rehahn

Kurz vor der Pause dann eine unschöne Szene, die nichts auf dem Fußballfeld zu suchen hat. Nachdem der Hailerer Enes Kozak nicht wie von ihm reklamiert einen Freistoß wegen eines Ellenbogenchecks bekommt, revanchiery er sich hinter dem Rücken des Schiedsrichters mit einer Tätlichkeit. Es sollte zum Glück die einzige Ausnahmesituation in einem intensiv geführten, aber nicht unfairen Derby bleiben.

In der zweiten Halbzeit verflachte die Partie. Meerholz, bei dem nach zehn Minuten Kevin Rehahn verletzt ausschied und von Timo Brune ersetzt wurde, verwaltete den knappen Vorsprung, während der FSV sich zwar redlich abmühte, aber kaum zu Torchancen kam. Der letzte Pass in die Tiefe kam kaum einmal an bei den Schwarz-Gelben, und so erbrachte das optische Übergewicht im zweiten Durchgang kaum eine Torchance.

Erst in der Schlussviertelchance kam noch einmal Leben in die Partie. Kevin Berger scheiterte mit einem Weitschuss an Torhüter Eichenauer (72. Minute), danach hatte eigentlich nur der konternde VfR Torgelegenheiten.

Reiländer (70. Minute auf Flanke von Boutakhrit),  Caspar per Weitschuss (74. Minute), Kai Lotz mit einem Kracher aus kurzer Entfernung, den Nickl sensationell pariert (76.) und Carrozza nach Doppelpass mit Brune (76. Minute) hatten die besten Chancen zur Vorentscheidung Die Entscheidung fiel dann in der Schlussminute mit dem schönsten Meerholzer Angriff der zweiten Halbzeit. Sören Geiger erobert den Ball im Mittelfeld, schickt Brune auf Rechtsaußen, der eine chirurgisch präzise und scharfe Flanke in die Mitte schlägt, in die Carrozza nur den Fuß hineinhalten muss: Der Ball schlägt flach unten links ein und im Meerholzer Fanlager bricht Jubel aus.

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Fazit: Ein hart erkämpfter, aber verdienter Derbysieg gegen den Nachbarn aus Hailer, der sich mit seiner Leistung aber auch nicht verstecken muss.

Die „Derbysieger-Party“ des VfR begann direkt nach dem Schlußpfiff auf der Heinz-Jakob-Sportanlage und ging anschließend im Heinrich-Kreutzer-Sportlerheim in eine intensive dritte Halbzeit. Bis in den frühen Morgen hinein wurde der verdiente Sieg gefeiert. Zu den Highlights gehörte dabei die „Busfahrt“ auf den Tischen, die beinahe alle Spieler am Ende mit nacktem Oberkörper beendeten. Unbestätigten Berichten zufolge saß der harte Kern bis zum nächsten Morgen im Sportlerheim zusammen und realisierte das Motto der Toten Hosen: „An Tagen wie diesen — wünscht man sich Unendlichkeit.“

Bilder von der Derbysieg-Feier:

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